Wikis bei der Synaxon AG

Gestern Abend konnte ich endlich mal in Ruhe ein wenig in der aktuellen brand eins blättern. Passend zum Blogeintrag »Wikis in Unternehmen - Success Stories« findet sich dort ein schöner Artikel über die Firma Synaxon AG und die Einführung eines internen Wikis dort. Sehr schön findet man da beschrieben, warum wir bei Nitor glauben, dass Unternehmen sich ein wenig externen Beratung holen sollte. Die Einführung eines Wikis kommt nämlich in der Regel in den klassischen Untenehmens- und Machtstrukturen einer kleinen Kulturrevolution gleich.

Die neue Transparenz bei der Arbeit ist faszinierend. Und für manche auch beängstigend.

Interessanter Weise sind sich Wiki-Prinzip und die Moderationsmethode in einigen Dingen recht ähnlich. Beide schaffen einen hierarchielosen Rahmen mit dem Ziel eines besseren Wissensaustausches. So etwas funktioniert natürlich nur, wenn von "oben" so etwas wie das Wiki-Prinzip vorgelebt wird. Das hat bei Synaxon mit dem Chef Frank Roebers ganz gut geklappt:

Roebers war fasziniert und beschloss, bei Synaxon ein Wiki einzuführen. Technisch war das kein Problem, weil die Software frei ist. Widerstände gab es in der Firma trotzdem, unter anderem von IT-Leuten und einigen Führungskräften. Mancher befürchtete, dass die Idee der kollektiven Firmenintelligenz im Chaos enden würde. Doch Roebers ließ sich nicht beirren: Im vergangenen Oktober wurde das Firmen-Wiki eingeführt. Über mehrere Wochen hinweg gaben alle alles Wissenswerte in einer gemeinsamen Kraftanstrengung in das System ein. Jeder Mitarbeiter ist seitdem angehalten, das, was er tut, im Wiki zu dokumentieren, was nicht alle toll finden, weil es erst einmal Mehrarbeit bedeutet - und auch mehr Kontrolle. Roebers geht mit gutem Beispiel voran und arbeitet konsequent firmenöffentlich. Mittlerweile sei das Wiki ein Arbeitsmittel, das viele ganz selbstverständlich nutzen.

Weiterlesen bei brand eins 3/2007: Die gläserne Firma.

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