Musik

Massenabmahnung für die Musikindustrie finanziell interessanter als Download-Verkäufe?

In der Blogosphäre macht gerade eine Präsentation der Firma DigiRights Solutions die Runde, in der das Unternehmen, ein »Dienstleister für die Musik-, Film-, Computerspiel- und Softwareindustrie«, eine Beispielrechnung von Abmahnungen gegenüber Download-Verkäufen aufmacht. Für mich klingt das so, als ob bei gut laufenden Themen eine Massenabmahnung lukrativer sein kann als der legale Download-Verkauf. Die Argumente der Präsentation:

E-Learning-Blog: 

Wer profitiert vom Urheberrecht?

Malte Welding hat eine wunderbar formulierte Replik auf die Verlautbarungen der Musikindustrie geschrieben, die sich zu lesen lohnt:

Mozarts Requiem weist erstaunliche Übereinstimmungen mit dem Requiem Michael Haydns auf. Zudem bearbeitete Mozart Bach-Fugen und ersetzte die den Fugen voranstehenden Präludien durch für Streicher geeignete Eigenkompositionen. Dafür musste er nicht mit den Erben Bachs vor Gericht – er machte es einfach. Er remixte Bach. Er mashte ihn, er fledderte die toten Noten und schuf etwas Neues.

Freie Musik, böse Downloader

Es gibt da einen tollen Offenen Brief vom Bundesverband Musikindustrie, in dem die Bundeskanzlerin aufgefordert wird, sich für den Schutz des geistigen Eigentums einzusetzen. Unterzeichnet von 200 Musikern. Zweihundert? Mehr sind nicht zusammengekommen?