Angaben zum Projekterfolg

Was ist erreicht worden?

  • Mehr Informationen werden »verbalisiert« und archiviert.
  • Es findet ein wesentlich stärkerer Wissensaustausch statt.
  • Das E-Learning-Blog hat einige bisher von mir genutzte Werkzeuge zum Informationsmanagement ersetzt, nicht ergänzt.
  • Vorgänge wie z.B. die Entwicklung des aktuellen Lernprogramms zum AGG werden transparent dargestellt (http://www.tschlotfeldt.de/Projektblog_AGG).

Zu welchen Problemen ist es bisher gekommen?

Echte Probleme hat es nicht gegeben. Größere Sorgen mache ich mir derzeit dennoch um die verschärften Urheberrechtsbedingungen sowie um die Entwicklungen im Bereich Softwarepatente und Broadcasting Treaty. Bestimmte Funktionen zur Syndizierung, die ein Blog oder auch andere Software zur Verfügung stellen, können auf Grund der Rechtslage in Deutschland nicht verwendet werden. Denn fremde Inhalte öffentlich zugänglich zu machen ist ohne Einverständnis der Rechteinhaber nicht zulässig. Das bedeutet, dass der Betrieb eines Dienst wie des populären Bloglines, über denn man so genannte Feeds abonnieren kann, in Deutschland gar nicht möglich ist. Damit ist es rechtlich sehr problematisch, Feeds z.B. innerhalb einer Organisation zentral den Lernern zur Verfügung zu stellen.

In den letzten 6 Monaten musste ich zwei Abmahnungen über mich ergehen lassen. Die ein befasste sich mit der beschriebenen öffentlichen Syndizierung von Inhalten, die andere mit einem Screenshot, der enstprechend § 50 UrhG als tagesaktuelle Berichterstattung gilt. Dennoch sah mich das Landgericht Berlin im Unrecht. Mein Anwalt riet mir von einer weiteren Auseinandersetzung ab:

Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass die Argumentation des Gerichts nicht richtig sein kann und darf. Ich sehe hier aber eine klare Tendenz, dass die Norm - ebenso wie alle anderen Schrankenregelungen zugunsten der Gemeinfreiheit geschützter Werke - sehr restriktiv durch die Gerichte ausgelegt wird. Das fügt sich in die zunehmend internetkritische und haftungsbejahende Rechtsprechung der vergangenen Monate an, man denke nur an das LG/OLG Hamburg und die für Heise bejahte Forenhaftung.

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