Juli 2015

Was macht der eigene Tor-Server

Ich benutze Tor, allerdings in einer etwas anderen Konfiguration. Tor anonymisiert die eigene Internetverbindung, indem es die Internetzugriffe über durch ein sogenanntes Onion-Routing-Protokoll leitet. Üblicherweise installiert man sich den Tor-Browser, das ist ein angepasster Firefox plus der Tor-Software. Damit kann man dann unter Linux, Mac OS X und Windows relativ schnell und einfach im Web surfen, ohne Sorge haben zu müssen, gleich erkannt zu werden. Da ich einen eigenen Root Server am Laufen habe, sieht meine Tor-Installation etwas anders aus:

  • Auf dem Root Server läuft Tor
  • Computer aus unserem Haushalt verbinden sich über VPN mit dem Root Server
  • Je nach Konfiguration werden die Daten der Internetverbindung der Computer über das Tor-Netzwerk geroutet

Screenshot arm

Ab und zu will man auch mal nach seinem Tor-Server gucken, ob noch alles rund läuft. Oder man will seinem Tor-Server sagen, dass er eine neue Routing-Kaskade aufbauen soll. Dazu gibt es Hilsprogramm: Vidalia (ein Qt-basiertes Programm), Arm (Konsole) und tor-ctrl (ebenfalls Konsole). Man kann diese Programme aber auch so einrichten, dass man mit Ihnen einen Tor-Server fernsteuern kann. Dazu muss man in der Datei torrc folgende Einstellungen vornehmen:

ControlListenAddress 192.168.XXX.XXX (IP des eigenen VPNs)
ControlPort 9051
HashedControlPassword XXXXXXXX

Das gehashte Passwort erhält man indem Tor wie folgt aufgerufen wird:

tor --hash-password MeinGeheimesPasswort

Dieser Aufruf gibt dann den Hash des Passworts aus.

Nun muss auf dem Rechner, auf dem arm installiert ist, in der Konfigurationsdatei armrc folgende eingetragen werden:

Friendica 3.4.1 ist raus

Screenshot Meldung Friendica Version 3.4.1

Es gibt die großen sozialen Netzwerke wie Facebook, Google+, SnapChat, Twitter oder WhatsApp. Ab und zu poppt auch mal eine als Facebook-Alternative betitelte Meldung in den Medien auf, zu letzt war es glaube ich Ello.

Daneben gibt es aber noch verteilte soziale Netzwerke. Das sind Systeme, die nicht auf einen zentralen Server setzen. Vielmehr ist es hier so, dass jeder Interessierte sich seinen eigenen Server aufsetzen kann und damit Teil eines globales Netzes wird. Diese Systeme zeichnen sich durch technische Robustheit, hohe Datenschutzstandards und natürlich netten Leuten aus. Das bekannteste System ist Diaspora.

Ein anderes feines System ist Friendica, ich bin ein begeisterter Nutzer. Heute ist nun Version 3.4.1 dieses wunderbaren Systems erschienen. Vielen Dank and die ganzen Entwicklerinnen und Entwickler, die für eine kontinuierliche Weiterentwicklung sorgen.